UPE Aufschläge

UPE-Aufschläge bzw. der UPE-Aufschlag sind immer wieder ein Problem bei der fiktiven Abrechnung eines Autounfalls. UPE-Aufschläge werden in dem Sachverständigengutachten regelmäßig als Schadensposition aufgeführt, aber Versicherungen führen oft aus, dass diese Schadensposition nicht zu erstatten sei. Vielmehr seien UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung nicht zu erstatten, denn UPE-Aufschläge seien nur zu erstatten, wenn diese konkret anfallen würden. Dies ist so nicht richtig.

Was sind UPE-Aufschläge?

UPE-Aufschläge sind die unverbindlichen Preisempfehlungen. Es handelt sich um Aufschläge auf die Ersatzteile, wie sie von den Herstellern berechnet werden. Man könnte auch sagen, dass UPE-Aufschläge immer dann anfallen, wenn das Autohaus Ersatzteile nach dem Autounfall beim Hersteller bestellen muss.

Die Kernfrage ist also, ob für Ihr konkretes Fahrzeug, vom Hersteller solche Aufschläge berechnet werden, wenn Ersatzteile an Ihre Markenwerkstatt in Ihrer Region geliefert werden. Sprich, werden allen Werkstätten und Autohäusern in Ihrer Region solche UPE-Aufschläge berechnet.

Gibt es Rechtsprechung zu den UPE-Aufschlägen?

Ja, es gibt eine Vielzahl von Beispielen für Rechtsprechung zu UPE-Aufschlägen. Insbesondere sind die UPE-Aufschläge immer wieder Gegenstand bei der fiktiven Abrechnung. Ob diese Rechtsprechung auch auf Ihrem Fall anzuwenden ist, ist jedoch eine Frage des Einzelfalls, denn in den meisten Gerichtsverfahren zu den UPE-Aufschlägen wird eben konkret ermittelt, ob die Autohäuser der Marke X UPE-Aufschläge zu zahlen haben.

Daher wäre es zum Beispiel nicht zulässig darauf zu schließen, dass z. B. auch BMW UPE-Aufschläge erhebt, nur, weil dies bei Mercedes bereits gerichtlich entschieden wurde. Es kommt also auf den Einzelfall und die konkreten Werkstätten Ihres Fahrzeugtyps an. Wer anderes behauptet, hat sich nicht wirklich mit dieser Schadensposition UPE-Aufschläge auseinandergesetzt.

Muss geklagt werden, damit die UPE Aufschläge bei fiktiver Abrechnung erstattet werden?

Nein, es muss nicht in jedem Fall geklagt werden, damit die UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung erstattet werden. Aus Erfahrung können wir Ihnen sagen, dass eine Vielzahl von Versicherungen auf ein erstes anwaltliches Schreiben die UPE-Aufschläge auch bei fiktiver Abrechnung nachregulieren. Der Grund ist einfach der, dass die Versicherung nämlich im Hinterkopf hat, dass notfalls auch eine Klage eingereicht wird, was mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sein kann.

Fazit zu UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung

Es lohnt sich in jedem Fall, ein anwaltliches Forderungsschreiben verfassen zu lassen, wenn die Versicherung die UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung gekürzt hat.

Das Beste kommt zum Schluss, denn die anwaltliche Beauftragung ist kostenlos. Dies liegt daran, dass die Rechtsanwaltskosten Teil des Schadensersatzes bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall sind. Es entstehen Ihnen also keine Kosten, wenn Sie einen Anwalt für Verkehrsrecht einschalten, nachdem die Versicherung die UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung gekürzt hat.