Schmerzensgeld nach Verkehrsunfall

Anwalt für Verkehrsrecht Schwier

Die Geltendmachung von Schmerzensgeld gehört zu den Kernaufgaben eines Anwalts nach einem Verkehrsunfall. Der Gesetzgeber hat es so geregelt, dass anfallende Anwaltskosten von der Haftpflichtversicherung des Schädigers zu übernehmen sind, denn niemand ist verpflichtet, sich mit der gegnerischen Versicherung alleine auseinanderzusetzen. Dies bedeutet, dass Ihnen durch die Geltendmachung von Schmerzensgeld durch einen Anwalt keine Kosten und oder Nachteile nach einem Unfall entstehen. Alles was hierzu benötigt wird, ist eine Vollmacht, eine Schweigepflicht-Entbindungserklärung sowie der Unfallfragebogen.

Schmerzensgeld FAQ

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist Schmerzensgeld?

    Der Gesetzgeber nennt das Schmerzensgeld eine “billige” Entschädgung für die erlittenen Verletzungen.

  • Wo beantrage ich das Schmerzensgeld nach einem Autounfall?

    Schmerzensgeld wird nach einem Autounfall bei der KFZ-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers geltend gemacht. Da jedes Fahrzeug haftpflichtversichert sein muss, benötigt man letztlich lediglich das KFZ-Kennzeichen des Unfallfahrzeuges um die Versicherung zu ermitteln. Die Ermittlung erfolgt dann über den Zentralruf der Autoversicherer.

  • Wie hoch und vor allem wie bemisst sich das Schemrzensgeld?

    Beim Schmerzensgeld wird immer der Einzelfall betrachtet. Es gibt also keine festen Schmerzensgeldbeträge, nach dem Motto, für ein Schleudertrauma gibt es immer X EUR.

    Anhaltspunkte für die Höhe des Schmerzensgeldes bieten jedoch Schmerzensgeldtabellen. Eine optisch nicht so schön aufbereitete Schmerzensgeldtabelle befindet sich beim OLG-Celle.

  • Was ist die Harmlosigkeitsschwelle beim Schmerzensgeld?

    Als Harmlosigkeitsschwelle führen Versicherungen immer wieder kleine Unfälle an. Hier wird behauptet, dass der Anprall nicht geeignet gewesen sei, überhaupt eine Verletzung hervorzurufen. Vielfach versuchen Versicherungen hierdurch die Zahlung von Schmerzensgeld zu verweigern.

  • Was benötigt man für dei Geltendmachung von Schmerzensgeld?

    Als Geschädigter ist man beweispflichtig. Dies bedeutet, dass man die Verletzungen nachweisen muss. Wenn man in ärtzlicher Behandlung gewesen ist, dann sind die Verletzungen dokumentiert. Mittels einer Schweigepflicht-Entbindungserklärung werden dann Arztberichte angefodert.

  • Benötige ich einen Anwalt für die Geltendmachung von Schmerzensgeld?

    Grundsätzlich kann jeder Schmerzensgeld beantragen. Da es neben dem eigentlichen Schmerzensgeld aber noch weitere Ansprüche gibt, Anwälte die gängigen Argumentationsmuster kennen, ist es sinnvoll einen Anwalt mit der Geltendmachung von Schmerzensgeld zu beauftragen.

  • Wieso ist der Anwalt für die Beantragung von Schmerzensgeld kostenlos?

    Ganz einfach, sämtliche Anwaltskosten werden von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers getragen. Der Gesetzgeber weiß schon, warum er dies so geregelt hat, denn niemand ist verpflichtet, sich alleine mit einer versierten Versichwerung auseinanderzusetzen.

Unfallschaden melden und Schmerzensgeld beantragen

Rufen Sie unverbindlich an 0800-6645863 , schreiben Sie eine E-Mail info@carright.de oder nutzen Sie das sichere Formular: Unfallmeldung

  • Keine Rechtsschutzversicherung nötig
  • Keine Anwaltskosten

Schmerzensgeld: Ärger mit Versicherung | Markt | NDR

Schmerzensgeld – Keine Rechtsschutzversicherung nötig

Schmerzensgeld nach Autounfall
Schmerzensgeld- Keine Rechtsschutzversicherung nötig

Schmerzensgeld? Schleudertrauma? Sie hatten einen Verkehrsunfall und haben sich verletzt? Sie wollen Schmerzensgeld nach einem Schleudertrauma geltend machen? Es stellt sich jedoch die Frage, wo und wie das Schmerzensgeld beantragt und geltend gemacht wird.

CarRight.de zeigt Ihnen die wichtigsten Voraussetzungen und Möglichkeiten, wie Sie sämtliche Schadensersatzpositionen und das Schmerzensgeld geltend machen. Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall zahlt die gegnerische Haftpflichtversicherung. Ebenso die Kosten für die anwaltliche Beauftragung von CarRight.de. Sie benötigen daher keine Rechtsschutzversicherung.

Grundsätzlich sind der Schädiger und dessen Haftpflichtversicherung zum Schadensersatz und zur Zahlung von Schmerzensgeld verpflichtet. Es empfiehlt sich jedoch nicht, den Schädiger direkt in Anspruch auf Zahlung des Schmerzensgeld in Anspruch zu nehmen, sondern es ist besser, sich nach dem Autounfall direkt an die Haftpflichtversicherung des Schädigers zu wenden. Nur wenn Sie z.B. einen Verkehrsunfall mit einem Radfahrer und oder Fußgänger hatten, kann es ratsam sein, das Schmerzensgeld diesem direkt gegenüber geltend zu machen, wenn dieser nicht über eine Haftpflichtversicherung verfügt.
Wenn ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht, dann besteht auch ein Anspruch auf die Zahlung weiterer Heilbehandlungskosten sowie eine Zahlung auf den sogenannten Haushaltsführungsschaden. Diese Schadensersatzpositionen treten neben den eigentlichen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Insgesamt ist das Schmerzensgeld Teil des Schadensersatzes im weiten Sinne. Bevor aber die Schadenregulierung und die Regulierung des Schmerzensgeldes von statten geht, bedarf es natürlich einiger Formalien, die zu beachten sind. Es gilt aber der Grundsatz, dass ohne ärztlichen Nachweis, kein Schmerzensgeld beansprucht werden kann.

Schmerzensgeld und Schweigepflicht-Entbindungserklärung

Damit überhaupt Schmerzensgeld nach einem Personenschaden beansprucht werden kann, muss der Schaden im medizinischen Sinne spezifiziert werden. Für die Beantragung von Schmerzensgeld wird ein Arztbericht benötigt

Kurzum, es wird ein ärztlicher Behandlungsbericht benötigt. In der Regel wird dieser Bericht unter Nennung des behandelnden Arztes über die Haftpflichtversicherung angefordert.
Die Kosten für die Erstellung des Arztberichtes übernimmt die gegenerische Haftpflichtversicherung.

Hierfür muss der Arzt jedoch von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden. In der Regel nutzten Versicherungen jeweils eigene Formulare, da es hier datenschutzrechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen gilt.

Schmerzensgeld Checkliste zur Beantragung

Wer nach einem Unfall merkt, dass er verletzt wurde, sollte dies möglichst direkt der Polizei vor Ort mitteilen. Vom Unfallverursacher lässt man sich die Versichertennummer geben und notiert dessen Kennzeichen, sofern man dazu in der Lage ist. Sichern Sie den Anspruch von Schmerzensgeld durch einen Arztbesuch Danach sollte das Opfer schnellstmöglich zum Arzt gehen und sich die Verletzungen attestieren lassen. Erst dann sollte man mit der Versicherung des Unfallverursachers Kontakt aufnehmen und dieser mitteilen, dass man sich verletzt hat und Schmerzensgeld beantragen will. Wer es möglichst schnell mit der Bearbeitung des Schmerzensgeldes wünscht, kann seinen Arzt auch direkt fragen, ob dieser einen Unfallbericht nebst Dokumentation der Veletzungen ausfüllt. Krankenhäuser geben nach der Behandlung in der Regel einen ärtzlichen Kurzbericht sofort mit. Die Vorlage eines ärztlichen Behandlungsberichtes ist für die Geltendmachung des Schmerzensgeldes notwendig, weil man als Geschädigter nachweispflichtig ist.

  • Zum Arzt gehen
  • Schmerzen dokumentieren

Wie hoch ist das Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld nach Autounfall
ca. 1.000,00 EUR p.M. bei einem Schleudertrauma

Sobald der entsprechende Arztbericht vorliegt, kann das Schmerzensgeld beziffert werden. Nach Art und Umfang variiert der geltend gemachte Anspruch je nach den Verletzungen, die für die Bemessung des Schmerzensgeldes maßgeblich sind. Schmerzensgeld ist eine Einzelfall-Entscheidung Eine pauschale Aussage lässt sich nur insoweit treffen, als dass z.B. für einen Monat Arbeitsunfähigkeit etwa ein Betrag i.H.v. 1.500,00 € geltend gemacht werden kann, wenn ein “einfaches” Schleudertrauma vorliegt. Rechnet man dann jedoch noch Heilbehandlungskosten sowie den Haushaltführungsschaden hinzu, dann variiert dieser Betrag natürlich wieder erheblich. Die Bezifferung des Schmerzensgeldes ist daher wirklich eine Sache des Einzelfalls und eine Sache für CarRight.de. Im Folgenden kommt es darauf beim Schmerzensgeld an: Welche körperliche und/oder seelische Verletzung liegt vor? Wie sind Ausmaß und Schweregrad der Schädigung? Welche Dauer betrug die Beeinträchtigung bzw. wie lange wird der Schaden fortdauern? Waren Krankenhausaufenthalte zur Behandlung nötig? Wie viele und wie lange dauerten sie an? Wird der Verunfallte Entstellungen wie Amputationen oder Narben davontragen? Wie intensiv sind die Schmerzen, unter denen der Geschädigte leidet? Wurde durch das Unfallereignis eine Arbeitsunfähigkeit verursacht? Liegt eine Beeinträchtigung des Alltagslebens vor? Handelte der Schädiger vorsätzlich bzw. grob fahrlässig? Muss sich der Geschädigte Mitverschulden beim Schmerzensgeld anrechnen lassen? Rechtfertigt die Vermögenslage von Opfer oder Täter eine Anpassung des Schmerzensgeldes nach oben oder unten?

Gibt es Schmerzensgeldrechner?

Nein, es gibt keine Schmerzeldrechner. Schmerzensgeld ist eine Einzellfallentscheidung.

Was beeinflusst die Höhe des Schmerzensgeldes nach einem Autounfall?

Die Höhe des Schmerzensgeldes wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst.

Ein Mitverschulden verringert den Anspruch auf SchmerzensgeldBesteht z.B. ein Mitverschulden, weil z.B. ein Sicherheitsgurt nicht angelegt wurde, dann wird der Anspruch auf Schmerzensgeld prozentual gekürzt.

Aber auch wer Vorerkrankungen hatte, muss mit weiteren Abzügen rechnen, da nach mancher Auffassung dies zu einer Verböserung der Schmerzen führt, was dem Unfallverursacher und dessen Haftpflichtversicherung nicht angelastet werden könnte. Wir werden uns jedoch nicht auf diesen Vorschadenseinwand bei der Bemessung des Schmerzensgeldes einlassen, da es ebenso anderslautende Rechtsprechung zum Schmerzensgeld gibt.

Schmerzensgeld: Psychische Folgen und bleibende Schäden nach einem Unfall

Psychische Folgen sind nur schwer nachweisbar. Aber auch hier gilt, dass diese durch einen Arzt nachgewiesen sein müssen. Bei bleibenden Schäden, z.B. dem Laufen, Hören oder gehen steigt natürlich der Anspruch auf das Schmerzensgeld. Auch können Folgeschäden zu einer lebenslangen „Rente“ führen.

Schmerzen und Verletzungen nach dem Unfall genau dokumentieren

Der Geschädigte ist gegenüber der Versicherung nachweispflichtig. Er muss darstellen, wie schwer und langwierig seine Verletzungen waren oder noch sind. Eben hierfür ist die Einholung der ärztlichen Behandlungsberichte notwendig, denn anders können die Unfallfolgen nicht nachgewiesen. Ein Musterschreiben finden Sie am Ende des Artikels. Dokumentieren Sie die Verletzungen durch Fotos Die Wunden daher früh fotografieren und ein Tagebuch führen. Man sollte genau notieren, welche Arbeiten und Hobbys man durch den Unfall nicht mehr ausüben kann oder wann die Schmerzen besonders stark sind. Man muss ein detailliertes Bild präsentieren, denn jede Verletzung ist anders.

Unfallschaden melden und Schmerzensgeld beantragen

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  • Keine Rechtsschutzversicherung nötig
  • Keine Anwaltskosten

Schleudertrauma und Schmerzensgeld nach Verkehrsunfall

Das Schleudertrauma wird beim Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall berücksichtigt. Das Scheludertrauma oder auch die HWS-Distorsionwird ca. 400.000 Mal pro Jahr diagnostiziert. Demzufolge ist das Schleudertrauma auch oft Gegenstand des Schmerzensgeldanspruches nach einem Verkehrsunfall. Man spricht aber auch von HWS-Distorsion, einer Verletzung der Halswirbelsäule. Das Schleudertrauma entsteht insbesondere bei Heckkollisionen, aber auch bei Seiten- und Frontalanstößen kommt es zu derartigen Verletzungen. Für die Geltendmachung des Schmerzensgeldes ist es unbedingt erforderlich, sich von einem Arzt behandeln zu lassen, damit die Verletzungen dokumentiert sind. Es existierten vier unterschiedliche Schweregrade der HWS-Distorsion:

Schleudertrauma (Schweregrad 1), Schmerzensgeld und HWS

Leichte Fälle von HWS-Beschwerden in Form von Schmerzen im Bereich Nacken und Hinterkopf, Steifheitsgefühl, Überempfindlichkeit der Muskulatur, geringe Bewegungseinschränkungen. Häufig geht diesen Symptomen eine schmerzfreie Zeit von ca. 1 – 48 Stunden voraus, keine Auffälligkeiten bei Röntgenuntersuchung. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, wenn Sie nicht direkt nach dem Unfall zum Arzt gehen. Das Phänomen ist insoweit bekannt, dass die Symptome erst später aufteten.

Schleudertrauma (Schweregrad 2), Schmerzensgeld und HWS

Zusätzlich zu Stufe 1 schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, Schmerzen im Mundbereich sowie Parästhesien der Arme (Kribbeln, Taubheit, Einschlafen von Gliedmaßen). Kaum schmerzfreie Periode nach Unfall (üblicherweise < 1 Stunde). Teilweise röntgenologisch feststellbare Veränderung (Knick in HWS).

Schleudertauma (Schweregrad 3), Schmerzensgeld und HWS

Verminderte Muskelreflexe bzw. eingeschränkte Funktionstüchtigkeit (Insuffizienz) der Halsmuskulatur, Röntgenologisch feststellbare Rissen, Fehlstellungen, Frakturen oder Verrenkungen, Lähmungserscheinungen, Verletzung sofort schmerzhaft, teilweise kurze Bewusstlosigkeit, oftmals folgende Bettlägerigkeit.

Schleudertrauma (Schweregrad 4), Schmerzensgeld und HWS

Frakturen im Bereich der HWS, die meist sofort am Unfallort tödlich verlaufen bzw. zu Querschnittslähmungen (ab Hals) führen

Schleudertrauma und HWS als Unfallfolge

Für die Geltendmachung des Schmerzensgeldes ist man als Geschädigter nachweispflichtig. Man muss also nachweisen, dass die Beschwerden und Schmerzen adäquat kausal auf den Verkehrsunfall zurückzuführen sind. Hier fangen jedoch die Probleme an. Das hat vor allem damit zu tun, dass es in den meisten Fällen an einem objektiv, z.B. röntgenologisch, belegbaren Verletzungsbild fehlt. Hinzu kommt: Nach wie vor gibt es keinen auf wissenschaftlicher Basis erarbeiteten, allgemein anerkannten Kenntnisstand und Beurteilungsstandard über das Thema „HWS-Schleudertrauma“ nach geringen Belastungen. All dies bedeutet jedoch nicht, dass man auf die Geltendmachung des Schmerzensgeldes verzichten sollte, denn es gilt der Grundsatz, dass die Beurteilung von medizinischen Beeinträchtigungen, das Domizil der Ärzte ist. Gelangt also Ihr Hausarzt zu dem Ergebnis, dass ein Schleudertrauma vorliegt, dann ist auch Schmerzensgeld in der Sache zu leisten.

Schmerzensgeld und Schleudertrauma 2 Wochen krank

Bei einfachen HWS-Verletzungen ohne längere Behandlungsdauer und Arbeitsunfähigkeit wird in der Regel ein geringeres Schmerzensgeld im Bereich von 500,00 bis 1.200,00 € zu zahlen sein. Bei länger andauernden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und mehrere Monate andauernder Arbeitsunfähigkeit gibt es weit höhere Schmerzensgelder und, wenn Dauerschäden einschließlich einer dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) zurückbleiben, werden Schmerzensgeldbeträge von deutlich über 10.000,00 € zu fordern sein. Oft übersehen wird jedoch der Haushaltsführungsschaden der neben den Schmerzensgeldanspruch tritt.

Wer beantragt Schmerzensgeld nach einem Unfall?

Nach dem Verkehrsunfall stellt sich die Frage, wie man Schmerzensgeld beantragt. Die Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten, da das Schmerzensgeld maßgeblich von den erlittenen Verletzungen abhängt. Die gängigste Methode ist die, dass man das Schmerzensgeld unter Beifügung eines ärztlichen Behandlungsberichtes bei der gegenerischen Haftpflichtversicherung beantragt. Dieses Schreiben sollte die Beschwerden und Verletzungen beeinhalten. Unter Fristsetzung fordert man sodann die Versicherung zur Zahlung des gewünschten Schmerzensgeldbetrages auf. Hierbei orientiert man sich an den sogenannten Schmerzensgeldtabellen.

Schmerzensgeld, wer kann es beantragen?

Schmerzensgeld kann jeder beantragen, der schuldlos bei einem Verkehrsunfall verletzt worden ist. Ausgeschlossen ist die Geltendmachung von Schmerzensgeld bei der gegnerischen Versicherung, wenn Sie den Autounfall selbst verschuldet haben, denn ohne Verschulden gibt es auch keinen Grund, dass Ihnen Schmerzensgeld gezahlt werden müsste. Dies liegt in der Natur des Schmerzensgeld, weil Schmerzensgeld des wegen gezahlt wird, weil Sie ein Dritter geschädigt hat.

Bestehen nebem dem Schmerzensgeld noch weitere Ansprüche ?

Selbstverständlich bestehen neben dem Anspruch auf Schmerzensgeld auch noch weitere Ansprüche. Dies ist neben dem Sachschaden in der Regel auch der Haushaltsführungsschaden.

Probleme bei der Beantragung des Schmerzensgeldes

Insbesondere bei geringeren Beeinträchtigungen berufen sich die Versicherungen der Schädiger oft entweder auf eine Harmlosigkeits- oder Bagatellgrenze. Versicherungen streiten dann ab, dass der Autounfall überhaupt kausal, also ursächlich für die Schmerzen gewesen sei, etwa weil diese Schmerzen schon vor dem Unfall bestanden hätten. Nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH v. 28.01.2003 – Az. VI ZR 139/02) existiert jedoch keine schematische “Harmlosigkeitsgrenze”, wonach etwa eine HWS-Distorsion beim Vorliegen geringer Geschwindigkeitsänderungen von unter 10 km/h beim Aufprall generell ausgeschlossen werden könnte. Entscheidend bleiben die Umstände des Einzelfalls. Trotz dieser Rechtsprechung versuchen die Versicherungen immer wieder, eine Zahlung mit Hinweis auf eine geringe Geschwindigkeit pauschal zu verweigern. Die Versicherungen verweigern die Zahlung oft sogar dann, wenn ein ärztliches Attest vom Unfalltag vorliegt, welches die in Rede stehenden Halsverletzungen attestiert. In einem Urteil vor dem Amtsgericht Köln vom 17.08.2011 (Az. 261 C 289/09) hatte die Versicherung vorgebracht, dass das ärztliche Attest nur die Verletzungen bescheinige, aber nichts zu der Verursachung dieser Verletzungen durch den Autounfall mit niedriger Geschwindigkeit (9 – 11 km/h) aussagen könne. Auch das AG Köln gab jedoch den Unfallopfern Recht und verurteilte die Versicherung zur Zahlung.

Beispiele – Schmerzensgeldtabelle

500 EUR Schmerzensgeld, Geschädigter war 11 Tage arbeitsunfähig, Amtsgericht Ludwigshafen, Urteil vom 19.07.2001 (zfs 2001, 452) 600 EUR Schmerzensgeld, Geschädigter war 14 Tage arbeitsunfähig, OLG Köln, 05.12.2003, VRS 106, 243

1.000 EUR Schmerzensgeld, Geschädigter war 6 Wochen arbeitsunfähig, LG Leipzig, 11.03.2009, 6 O 5264/05

1.000 EUR Schmerzensgeld, Geschädigte war 10 Tage zu 100% arbeitsunfähig, 12 Tage zu 50% arbeitsunfähig, physiotherapeutische Behandlung war erforderlich, Landgericht München I, Urteil vom 11.07.2003, 19 O 15850/02

1.500 EUR Schmerzensgeld, HWS-Distorsion, 1,5-Monate arbeitsunfähig, OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.08.2005, I – 1 U 11/05 (Nr. 427 ADAC-Schmerzensgeldtabelle 28. Aufl.)

2.500 EUR Schmerzensgeld, Geschädigte war 10 Wochen arbeitsunfähig sowie ein weiteres Jahr um 20%, bzw. 15% und 10% eingeschränkt, KG Berlin, Urteil vom 03.09.2007, 22 U 196/06 (VersR 2007, 1708)

Synonyme für Schleudertrauma, HWS beim Schmerzensgeld

HWS-Verletzungen im Sinne dieses Ratgebers sind z. B. eine Atlantoaxiale Distorsion, Atlantoaxiale Verstauchung, Atlantoaxiale Zerrung, Atlantookzipitale Distorsion, Atlantookzipitale Verstauchung, Atlantookzipitale Zerrung, Atlasdistorsion, Distorsion der Halswirbelsäule, Distorsion des zervikalen Ligamentum longitudinale anterius, Frischer traumatischer Tortikollis a.n.k., Halswirbelsäulenschleudertrauma, Halswirbelverletzung, Halswirbelfrakturen, HWS-Distorsion, HWS-Schleudertrauma, HWS-Verstauchung, HWS-Zerrung, Luxation HWS, Nackenzerrung mit Blockierung, Peitschenhieb-Syndrom, Schleudertrauma, Stauchung der Halswirbelsäule, Verstauchung des Atlantoaxialgelenks, Verstauchung des Atlantookzipitalgelenks, Verstauchung des zervikalen Ligamentum longitudinale anterius, Whiplash-Verletzung, Windschutzscheiben-Syndrom, Zerrung des Atlantoaxialgelenks, Zerrung des Atlantookzipitalgelenks, Zerrung des zervikalen Ligamentum longitudinale anterius, Zervikale Distorsion, Zervikodorsale Distorsion oder eine Zervikothorakale Distorsion.

Musterbrief für Schmerzensgeld nach Verkehrunfall / Arztbericht

Betreff: [Schaden-Nr. der Versicherung]

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorbezeichneter Angelegenheit überreiche ich anliegend: Schweigepflicht-Entbindungserklärung.

Ich habe mich nach dem Verkehrsunfall vom XX.XX.2019 verletzt und mich in ärztliche Behandlung bei Frau / Herrn XY in [Adresse] begeben. Die ärztliche Heilbehandlung ist abgeschlossen. Zwecks Bezifferung des Schmerzensgeldes darf ich Sie bitten, über den behandelnden Arzt / Ärztin, einen ärztlichen Behandlungsbericht anzufodern und mir diesen in Ablichtung zur Verfügung zu stellen, damit das Schmerzensgeld sodann beziffert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Musterbrief für die Beantragung des Schmerzensgeldes nach Verkehrsunfall

Betreff: [Schaden-Nr. der Versicherung]

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Übersendung des ärztlichen Heilbehandlungsberichtes. Ausweislich des Arztberichtes vom XX.XX.2019 habe ich bei dem Verkehrsunfall vom XX.XX.2019 eine HWS-Distorsion erlitten.

Insgesamt bestand eine Arbeitsunfähigkeit von insgesamt sieben Tagen. Verabreicht wurde insoweit das Schmerzmittel Ibuprofen. Es bestanden insbesondere Beeinträchtigungen des HWS-Bereiches. Die Einschränkungen im Haushalt waren als eher gering einzuschätzen, aber nicht von der Hand zu weisen.

Auf Grund der einfachen Beeinträchtigung im Haushalt sowie der relativ kurzen Behandlungsdauer wird diesseits ein Schmerzensgeld i.H.v. 550,00 € für angemssen und ausreichend erachtet. Ich darf Sie bitten, den zuvor genannten Betrag bis zum XX.XX.2019 auf das folgende Konto eingehend zu überweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Unfallschaden melden und Schmerzensgeld beantragen

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