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Reparaturablaufplan bei einem Haftpflichtschaden ist erstattungsfähig

Im Rahmen der Regulierung und Erstattung der Kosten für einen Verkehrsunfall kommt es häufig vor, dass die Versicherung, insbesondere wenn es um Nutzungsausfall geht, einen Reparaturablaufplan anfordert. Dass eine Werkstatt an sich lediglich den Erfolg schuldet, nämlich das Fahrzeug zu reparieren, ist selbstverständlich. Nicht selbstverständlich sind die kontinuierlichen und zusätzlichen Anforderungen von Versicherungen, sodass das Amtsgericht Tettnang entschieden hat, dass wenn die Versicherung einen solchen Reparaturplan anfordert, auch die hierfür anfallenden Kosten zu erstatten sind. Es bleibt bei dem Grundsatz, dass der Schädiger auch das Werkstattrisiko zu tragen hat.

Amtsgericht Tettnang: Urteil vom 23.11.2020 – 8 C 186/20

“Mehrkosten, die ohne eigene Schuld des Geschädigten durch die von ihm beauftragte Werkstatt infolge unwirtschaftlicher oder unsachgemäßer Maßnahmen verursacht worden sind, hat der Schädiger zutragen, ihn trifft das Werkstattrisiko. Dies gilt vorliegend umsomehr, weil die Beklagte faktisch die durch ihre Anforderung des Reparaturplans von der Reparaturfirma angesetzten Kosten in Gang gebracht hat.”

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