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Kosten eines Zulassungsservices sind erstattungsfähig

Nach einem Verkehrsunfall kommt es zu einer Vielzahl von Schadenspositionen, bei denen im Prinzip jede Schadenposition strittig werden kann. Reparaturablaufplan, Kostenvoranschlag, Verbringungskosten, Beilackierung usw.

In einer ausführlichen Entscheidung hat das Amtsgericht Aschaffenburg neben den Zulassungskosten für einen solchen Service, auch eine Vielzahl weiterer Schadenspositionen abgehandelt. Klargestellt wurde jedoch, dass es nicht zu beanstanden ist, wenn ein Zulassungsservice in Anspruch genommen wird. Wenn hierfür Kosten für eine Drittfirma anfallen, dann ist dies letztlich in Ordnung. Persönlich ist dies auch nur nachvollziehbar, denn jeder der ein Auto zugelassen hat, weiß welcher Zeitaufwand damit einhergehen kann.

Zulassungskosten und fiktive Abrechnung

Von hier aus kann nicht beurteilt werden, inwieweit auch solche Kosten fiktiv geltend gemacht werden könnten. Tendenziell wird dies wohl nicht möglich sein, da diese Kosten erst zukünftig eintreten, wenn also konkret eine Zulassung erfolgt. Was jedoch möglich ist, ist, dass Pauschalen für eine An- und Abmeldung geltend gemacht werden. Dies wird tendenziell auch von Versicherungen übernommen. Dies gilt insbesondere für Fälle eines Totalschaden. Es kommt also drauf an.

Amtsgericht Aschaffenburg: Urteil vom 10.11.2020 – 115 C 819/20

Es ist nicht zu beanstanden, dass die Klägerseite sich hierzu einer Drittfirma bedient.

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