Anwalt Idiotentest bestehen

Sie wollen mit einem Anwalt den Idiotentest bestehen? Dann müssen wir Sie leider enttäuschen, denn der Idiotentest ist die MPU, sprich die medizinisch psychologische Untersuchung, zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis. Es ist kein Idiotentest, sondern ein „wisschenschaftlich“ fundierter Test, bei dem aus Bereichen der Psychologie und der Soziologie auf Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen geschlossen wird.

Es gibt aber etwas Gutes, denn es ist kein „Hexenwerk“, die MPU zu bestehen, wenn man insoweit richtig vorbereitet ist. Hierbei kann der Rat eines Anwalts hilfreich sein, denn wir kennen uns mit den Test und den Fragestellungen der MPU aus. Es sind nämlich immer wieder dieselben Verhaltensmuster, die bei einer MPU abgefragt werden.

1. Was leistet ein Anwalt beim Bestehen des Idiotentests?

Vorab, dieser Beitrag kann und soll nicht in Gänze wiedergeben, was bei einer MPU abgefragt wird, denn die Fragestellung hängt maßgeblich mit den Gründen zusammen, die dazu geführt haben, warum Sie Ihren Führerschein verloren haben. Häufig geht es um den Verlust des Führerscheins im Zusammenhang mit Alkohol im Straßenverkehr. Darauf soll hier auch der Fokus gelegt werden.

Wenn Sie mehr zu den Promillegrenzen und dem Nachweis von Abstinenzbelegen haben wollen, dann schauen Sie auch hier bei „Mit Anwalt Führerschein wiederbekommen„.

Als Erstes wird Akteneinsicht in Ihre Führerscheinakte beantragt. Es liegen uns sodann also auch diejenigen Informationen vor, die zum Verlust des Führerscheins geführt haben. Seien Sie daher ehrlich bei einem Gespräch mit Ihrem Anwalt, wenn Sie den Idiotentest bestehen wollen. Sie müssen nämlich nicht Ihren Anwalt vom Bestehen des Idiotentest überzeugen, sondern die Fachkraft bei der MPU.

Ausgehend vom Inhalt der Führerscheinakte hat die Führerscheinbehörde bereits eine Fragestellung für die MPU entwickelt. Eine solche Fragestellung kann in etwa wie folgt lauten:

„Ist der Antragsteller auf Grund des Vorfalles vom XX.XX.2017 dazu in der Lage, sicher ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu führen. Besteht ein ausreichendes Trennungsvermögen zwischen der Einnahme von Alkohol und dem Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr?“

Sicher, dies ist noch eine „harmlose Fragestellung, denn es wäre hierdurch nicht der Anschein erweckt, dass eventuell eine Alkoholproblematik vorliegt. Eine solche Fragestellung kommt daher eher in Betracht, wenn Sie mit weniger als 1,1 Promille im Straßenverkehr angetroffen worden sind. Aber auch eine solche Fragestellung beeinhaltet einen Knackpunkt. Nämlich die Frage des Trennungsvermögens von Alkoholeinnahme und dem Führen von Fahrzeugen im Straßenverkehr.

2. Wie werde ich zum Bestehen des Idiotentest vorbereitet?

Die Fragestellung des Psychologen ist die, dass dieser erkundet bzw. fragt, wie es zu dem Vorfall gekommen ist. Hüten Sie sich davor, zu sagen, dass es ein „Versehen“ war, denn wenn ein Versehen einmal geschehen ist, dann geschieht es auch ein zweites Mal.

Auch die Antwort, ich habe nur zwei Bier getrunken und dachte ich dürfte noch fahren, ist nicht hilfreich.

Zeigen Sie dem Sachbearbeiter bei der MPU, dass Sie ausreichend reflketiert haben über Ihr Verhalten. Seien Sie ehrlich und sagen Sie ruhig, wie es dazu gekommen ist.

Ausgehend hiervon wird erkundet werden, wie in Zukunft Ihre Strategien aussehen, dass es nicht wieder zu einem solchen Vorfall kommen wird. Zeigen Sie Alternativen auf. Fahren Sie Taxi oder verzichten gänzlich auf die Kombination von Alkohol und Straßennverkehr.

Es sind jedoch immer wieder ganz individuelle Gründe die zum Verlust des Führerscheins geführt haben, so dass es einen „generellen“ MPU-Knacker nicht gibt.

Lassen Sie sich vielmehr individuell vorbereiten und ziehen Sie einen Anwalt für Verkehrsrecht zu Rate, wenn Sie den Idiotentest bestehen wollen.