UPE-Aufschläge nach Verkehrsunfall

1. UPE-Aufschläge nach Verkehrsunfall

Schadensersatz ist Anwaltssache

UPE-Aufschläge bei fiktiver Abrechnung

Der UPE-Aufschlag ist ein Preisaufschlag auf die unverbindlich empfohlenen Preise für Ersatzteile und Teil des Schadensersatzes.

Dieser Aufschlag ist branchenüblich, beispielsweise auf Grund des konkreten Beschaffungsaufwandes oder auf Grund der Lagerhaltung. Der Kfz-Sachverständige hat die Höhe des UPE-Aufschlags in seinem Gutachten zu berücksichtigen. Wird das Fahrzeug in Stand gesetzt, wird der UPE-Aufschlag in der Regel ohne weiteres durch den Haftpflichtversicherer bezahlt.

2. UPE-Aufschläge bei Fiktiver Abrechnung

Wird die Reparatur nicht durchgeführt, weil beispielsweise ein Ersatzfahrzeug beschafft wird, ist es wichtig, den im Gutachten enthaltenen UPE-Aufschlag durchzusetzen, um die vollen Reparaturkosten als Anzahlung für das Ersatzfahrzeug nutzen zu können. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass vielfach der UPE-Aufschlag für eine ordnungsgemäße Reparatur erforderlich ist und daher auch bei so genannter fiktiver Abrechnung zu erstatten ist.

3. UPE-Aufschläge was macht CarRight.de

Bei einer Kürzung der UPE-Aufschläge wird die Versicherung mit einem anwaltlichen Forderungsschreiben nochmla zur ZAhlung aufgefordert. Für dieses Schreiben entsstehen Ihnen keine Kosten, denn die Anwaltskosten sind Teil des Schadensersatzes und von der gegenerischen Versicherung zu tragen. Es besteht also kein Risiko, wenn Sie CarRight.de mit der Erstellung eines anwaltlichen Forderungsschreibens beauftragen.

4. UPE-Aufschläge muss in jedem Fall geklagt werden?

Nein, es muss nicht in jedem Fall geklagt werden. Es gibt genug Beispiele, Kürzungsbeispiele, in denen die Versicherung bereits auf ein erstes awaltliches Forderungsschreiben nachreguliert hat.

5. Rechtsprechung zu UPE-Aufschlägen und Verbringungskosten

  • Der Geschädigte darf auch im Rahmen einer fiktiven Abrechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen, ein geringerer Mittelwert aller regionalen Werkstätten ist nicht maßgeblich. (BGH NJW 2003,2086).
  • UPE-Aufschläge - Verbringungskosten, LG Saarbrücken Urt.v. 19.07.2013 -13 S 61/13- zfs 2013, 564
    UPE-Aufschläge und Verbringungskosten sind auch im Rahmen fiktiver Schadensabrechnung grundsätzlich erstattungsfähig, wenn ein anerkannter KFZ-Sachverständiger unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zu dem Ergebnis gelangt ist, dass im Falle einer Reparatur in der Region bei markengebundenen Fachwerkstätten diese Kosten üblicherweise erhoben werden (Anschluss OLG Düsseldorf SP 2012, 329; OLG Hamm NZV 2013, 247).
  • Stundenverrechnungssätze/Materialaufschläge (UPE-Aufschläge)
    Der Geschädigte darf auch im Rahmen einer fiktiven Abrechnung die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legen, ein geringerer Mittelwert aller regionalen Werkstätten ist nicht maßgeblich (BGH NJW 2003,2086). Gegen die sog. UPE-Aufschläge kann nur argumentiert werden, wenn der Geschädigte tatsächlich ein Anspruch auf Mietwagen oder Nutzungsausfall zusteht. Diese Position wird jedoch in der Rspr. kontrovers behandelt.
  • Ersatzfähigkeit von UPE-Aufschlägen bei fiktiver Abrechnung AG Berlin-Mitte Urt.v. 27.11.07 NJW 2008,529 Bei der fiktiven Schadensabrechnung sind die sog. UPE-Aufschläge im Rahmen der Schadensschätzung nach § 287 I ZPO zu berücksichtigen.
  • Ersatz der in einer markengebundenen Vertragswerkstatt anfallenden fiktiven Reparaturkosten - Anspruch auf Ersatzteilaufschläge Das Amtsgericht Frankfurt am Main, kommt in seinem Urteil vom 15.02.2008 - Az: 31 C 2529/07-23 - zu der Auffassung, dass der Geschädigte auch bei einer fiktiven Abrechnung sich nur dann auf eine günstigere Werkstatt verweisen lassen muss, wenn es sich um eine andere Fachwerkstatt mit Markenbindung zum gleichen Hersteller handelt, die dem Geschädigten ohne weiteres zugänglich ist und günstigere Stundenverrechnungssätze, als im Gutachten angeführt, fordert. Das Amtsgericht Frankfurt ist ferner der Meinung, dass der Geschädigte, auch ohne konkreten Nachweis des Entstehens, Anspruch auf die im Sachverständigengutachten in Ansatz gebrachten Ersatzteilaufschläge hat.
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