Versicherungstricks nach Verkehrsunfall

1. Die Versicherungstricks bei einem Verkehrsunfall

Versicherungen haben Tricks

Versicherungen haben Tricks

Eine Versicherung ist nichts anderes als eine Versicherung für den Ernstfall. Die Versicherung kommt für diejenigen Schäden auf, die bei einem Verkehrsunfall entstehen. Man bezahlt also regelmäßig seine Versicherungsprämie für diesen einen Ernstfall, so dass man sich darauf verlässt, dass der Schaden auch aus den Rücklagen der Versicherungsprämie bezahlt wird.

Doch weit gefehlt. Bei Versicherungen handelt es sich zum Teil um aktiennotierte Konzerne, die vor allem einem Zweck dienen, nämlich der Gewinnmaximierung. Des Wegen gibt es auch eine Vielzahl von Versicherungstricks bei der Schadenregulierung.

2. Muss ich den Gutachter der Versicherung akzeptieren

Sie müssen den Gutachter der Versicherung nicht akzeptieren

Sie müssen den Gutachter der Versicherung nicht akzeptieren

Sie brauchen sich um nichts zu kümmern. Wir schicken Ihnen einen Gutachter. Wenn man solche Äußerungen hört, dann sollten sofort die Alarmglocken schrillen. Vergessen Sie nicht, dass Sie kurz davor sind, den Schaden von derjenigen Versicherung begutachten zu lassen, die auch für den Schaden aufkommen muss. Es versteht sich von selbst, dass ein Gutachter der Versicherung den Schaden klein rechnen wird. Noch schlimmer, denn der Gutachter kann auch bis hin zu einem Totlaschaden kalkulieren und was letztlich einmal begutachtet ist, ist als Beweisgrundlage festgeschrieben.

Es empfiehlt sich daher einen freien Sachverständigen einzuschalten. Anwälte für Verkehrsrecht arbeiten daher mit freien Sachverständigen zusammen. Lassen Sie im Zweifel bei der Hafungsfrage zuerst einen Kostenvoranschlag und dann ein Sachvertsändigengutachten erstellen. Aber lassen Sie das Fahrzeug nicht vom Gutachter der Versicherung begutachten.

3. Die Partnerwerkstatt der Versicherung

Vorsicht bei der Partnerwerkstatt

Vorsicht bei der Partnerwerkstatt

Die Versicherung will sparen. Dies gilt auch bei der Wahl der Werkstatt. Es gibt sicherlich Werkstätten, die vernünftige Arbeit zu günstigen Preisen leisten, aber bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall haben Sie die freie Wahl der Werkstatt.

Lassen Sie Ihr Fahrzeug im Autohaus ihres Vertrauens reparieren und lassen Sie sich nicht auf die günstige Variante der Versicherung verweisen. Bedenken Sie einfach nur an die Gefährdung von Garantieansprüchen, wenn Ihr Fahrzeug nicht in einer Markenwerkstatt repariert wird.

4. Sie benötigen keinen Anwalt

Sie haben ein Recht auf einen Anwalt

Sie haben ein Recht auf einen Anwalt

Seien Sie vorsichtig, wenn die Versicherung erklärt, dass es sich um einen einfach gelagerten Schadenfall handeln würde und dass Sie keinen Anwalt benötigen würden. Sie haben ein Recht auf einen Anwalt. Bedenken Sie einfach die verschiedenen Schadenpositionen, die Ihnen nach einem Verkehrsunfall zustehen.

Es ist in der Praxis so, dass Sie von der Versicherung nicht auf jede Schadenposition hingewiesen werden, denn als Anspruchsteller müssen Sie den Schaden geltend machen. Die Versicherung wird Sie also nicht auf mögliche Schadenpositionen hinweisen. Was nicht beantragt wird, wird auch nicht reguliert.

5. Das Fahrzeug hat doch einen höheren Restwert

Ihr Gutachter bestimmt den Restwert

Ihr Gutachter bestimmt den Restwert

Versicherungen wenden oft ein, dass Ihr Fahrzeug doch einen höheren Restwert habe. Dies hat einen Vorteil für die Versicherung, denn je höher der Restwert des Unfallfahrzeuges ist, desto niedriger fällt der Schadensersatz aus, den der Versicherer tatsächlich zu bezahlen hat.

Hierzu ein einfaches Rechenbeispiel: Wert des Fahrzeuges vor dem Unfall (Wiederbeschaffungswert): EUR 10.000,- abzgl. Restwert nach dem Unfall EUR 1.000,- ergibt Höhe der Schadensersatzleistung: EUR 9.000,-. Wenn der Versicherer somit einen Restwert von EUR 2.000,- ansetzt, so mindert sich dadurch seine Schadensersatzverpflichtung um EUR 1.000,-.

6. Es handelt sich um einen Totalschaden 130% Regelung

Fragen des Totalschadens sind Gutachterfragen

Fragen des Totalschadens sind Gutachterfragen

Ein weitere Trick besteht darin, einzureden, dass es sich bei dem Fahrzeugschaden um einen Totalschaden und nicht einen Reparaturschaden handeln würde. Dies geschieht auf zwei Wegen.

Entweder es werden die Reparaturkosten erhöht oder aber der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges wird heruntergerechnet, so dass die Reparaturkosten prozentual steigen. In beiden Fällen verringert sich der zu leistende Schadenersatzanspruch, denn die Versicherung muss dann nur die Differenz von Wiederbeschaffungswert zum Restwert erstatten, wenn es sich um einen Totalschaden handelt.

7. Sie haften mit der Betriebsgefahr

Die Haftungsfrage ist Rechtsfrage

Die Haftungsfrage ist Rechtsfrage

Ein weiteres beliebtes Spiel ist der Einwand einer Mithaftung. Hier bietet sich der sogenannte Einwand der Betriebshaftung an.

Hierbei handelt es sich um eine von der Rechtsprechung entwickelte Rechtsfigur, dass beim Betieb eines Fahrzeuges immer eine Gefahr von diesem ausgeht.

Man nennt dies die Betriebsgefahr. Schnell laufen Sie Gefahr, dass eine Mithaftung i.H.v. 20 % vorgeommen wird, obwohl Sie einen unverschuldeten Verkehrsunfal erlitten haben.

8. Prüfberichte von Car€xpert und Control€xpert

Vorsicht bei Prüfberichten

Vorsicht bei Prüfberichten

Um einen Versicherungstrick der besonderen Art handelt es sich bei den sogenannten technischen Prüfberichten. Anstatt der Schadensbezifferung aus dem Sachverständigengutachten zu folgen, beauftragen die Versicherungen externe Dienstleister. Für ein schmales Entgelt fertigen diese Dienstleister einen technischen Prüfbericht, der immer mit einer Kürzung der Ansprüche einhergeht. Hier seien insbesondere die Verbringungskosten, UPE-Aufschläge sowie Stundenverrechnungssätze erwähnt. Aus der Praxis sind keine Prüfberichte bekannt, die mit einer Erhöhung der Schadensersatzansprüche einhergingen. Es handelt sich schlichtweg um Kürzungsberichte.

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