Unfallschadenregulierung nach Verkehrsunfall

1. Unfallschadenregulierung nach einem Verkehrsunfall

Schadenregulierung ist Aufgabe der Versicherung

Unfallschadenregulierung ist Aufgabe der Versicherung

Die Schadenregulierung ist die Domäne der Versicherung. Als Schadenregulierung bezeichnet man die gesetzte Verpflichtung einer Versicherung, einen entstandenen Schaden auf Grund gesetztlicher Verpflichtung zu regulieren, also auszugleichen. Man nennt es auch Unfallschadenregulierung. Der Idealfall ist der, dass Sie so gestellt werden, als ob der Schaden niemals eingetreten wäre. Dies ist der Grundsatz bei der Schadenregulierung und gesetzliche Verpflichtung. Allerdings gibt es den Idealfall nur in seltenen Ausnahmefällen, denn jeden Euro, den die Versicherung nicht ausgibt, hat die Versicherung wieder eingespart. Daher gibt es eine Vielzahl von Tricks, die die Versicherung bei der Regulierung eines Verkehrsunfalls anwendet. Hier sollen nur die gängigen Fallstricke aufgezeigt werden. Es lohnt sich also, einen Anwalt für Verkehrsrecht beizuziehen.

2. Beginn der Unfallschadenregulierung bei der Versicherung

Mit der Schadenmeldung beginnt die Regulierung

Mit der Schadenmeldung beginnt die Regulierung

Jede Regulierung beginnt mit der Schadenmeldung an die Versicherung. Erst wenn Ihre Ansprüche geltend gemacht worden sind, beginnt der Ablauf der Schadenregulierung. Es gilt der Grundsatz, dass keine Regulierung erfolgt, solange keine Schadenmeldung an die Versicherung erfolgt ist. Maßgeblich im Ablauf der Regulierung ist jedoch die Schadenmeldung des Versicherungnehmers oder aber des Schädigers bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Die Schilderung des konkreten Unfallablaufs durch Sie ist also nur eine Hilfestellung, denn die Versicherung dient in erster Linie dazu, den Versicherten schadlos zu halten. Hierzu gehört auch die Abwehr von unberechtigten Ansprüchen und die Sichtweise des Versicherten. Die Waffengleichheit gebietet es, dass Sie sich daher von einem Anwalt für Verkehrsrecht beraten lassen.

3. Wie lange dauert die Unfallschadensregulierung

Die Regulierung dauert 4-6 Wochen

Die Schadenregulierung dauert 4-6 Wochen

Als nächster Schritt erfolgt die Schadenbezifferung, denn als Geschädigter ist man verpflichtet, den Schaden nachzuweisen, d.h. zu beziffern. Hier stellt sich die Frage, ob ein Kostenvoranschlag oder ein Sachverständigengutachten erstellt und eingereicht wird. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Ist der Schaden ersteinmal gemeldet und beziffert, beginnt die eigentliche Regulierung der Versicherung. Nämlich die Prüfung der Haftung dem Grunde und der Höhe nach. Die Schadensregulierung dauert in etwa 4-6 Wochen.

4. Die Unfallschadenregulierung und die Prüfung

Die Regulieruungspraxis der Versicherung

Die Regulierungspraxis der Versicherung und die Betriebsgefahr

Praktisch handelt es sich bei einer Versicherung um einen Wirtschaftsbetrieb. Es sei nur angemerkt, dass einige Versicherungen als Aktienkonzerne gelistet sind und dementsprechend auch Ihren Aktionären gegenüber zur Gewinnerwirtschaftung verpflichtet sind. Auch ist es so, dass die Schadenregulierung Kosten verursacht. Der gesamte Prozess wirkt sich daher auch auf die Versicherungsprämien aus. Wenn die Kosten der Schadenregulierung steigen, dann steigen auch die Versicherungsprämien und Versicherte könnte u.U. die Versicherung wechseln, was zu sinkenden Einnahmen führt. Versicherungen haben daher ein Interesse daran, Ihren Schaden möglichst gering zu oder aber auch Ansprüche dem Grunde nach abzulehnen. Gerne wird bei unverschuldeten Verkehrsunfällen eine Mithaftung, so z.B. die Betriebsgefahr, des Geschädigten angenommen.

5. Die Unfallschadenregulierung der Höhe nach

Wenn die Haftung dem Grunde nach festssteht, erfolgt die Prüfung des Schadens der Höhe nach. Hier gibt es die verschiedensten Tricks der Versicherung, denn jetzt geht es an das Bezahlen.

6. Die Prüfberichte der Versicherungen

Car€xpert und Control€xpert sind technische Dienstleister

Car€xpert und Control€xpert sind technische Dienstleister

Häufig lassen Versicherungen sogenannte Prüfberichte erstellen. D.h., dass der eingereichte Kostenvoranschlag oder das Sachverständigengutachten einer summarischen, einer anscheinend genauen, Prüfung unterzogen wird. Bekannt sind insoweit Prüfberichte der Firma Car€xpert Control€xpert oder aber auch der Dekra. Diese Prüfberichte werden nahezu von sämtlichen Versicherern verwandt und stellen einen der Hauptstreitpunkte bei der Schadenregulierung da. Virulent wird dies insbesondere bei der fiktiven Abrechnung.

Anzumerken bleibt, dass es sich bei diesen "Gutachten" nicht um Sachverständigengutachten im eigentlichen Sinne handelt. Diese "Gutachten" sind lediglich technische Prüfberichte, die für die Versicherungswirtschaft gegen kleines Entgeld erstellt werden. Bedenken Sie, dass es nunmehr ja grade um das Bezahlen des Schadens geht. Diese Prüfberichte haben vor Gericht nur geringen Bestand.

7. Verbringunskosten in der Unfallschadenregulierung

Kürzung der Verbringungskosten

Kürzung der Verbringungskosten

Häufig führen Versicherunegn aus, dass die sogenannten Verbringungskosten nicht zu erstatten seien. Diese Ansicht ist unzutreffend.

Die Verbringungskosten sind nämlich Positionen des Schadensersatzanspruches und von der Haftpflichtversicherung zu erstatten. Diese Erstattungsverpflichtung ergibt sich aber nicht nur dann, wenn das Fahrzeug tatsächlich repariert und damit zwecks Lackierung auch zum Lackierbetrieb verbracht worden ist, sondern auch bei der Schadensabrechnung auf Gutachtenbasis (fiktive Schadensabrechnung). Denn auf Grund Ihrer Dispositionsfreiheit können Sie bestimmen, wann, wie, wo und ob repariert werden soll. Sie können sich auch dafür entscheiden, nicht zu reparieren und den für die Wiederherstellung erforderlichen Geldbetrag anderweitig zu verwenden.

8. Der Abschluss der UnfallsSchadenregulierung

Den Abschluss der Regulierung bildet insoweit das Abrechnungsschreiben der Versicherung, also die Zahlung der Versicherung. Es empfiehlt sich, diese Abrechnungsschreiben von einem Anwalt für Verkehrsrecht prüfen zu lassen, denn neben Haftungseinwänden, ergehen viele Abrechnungsschreiben, die nicht sämtliche Schadenpositionen berücksichtigen. Lsssen Sie sich von einem Anwalt für Verkehrsrecht beraten.

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