Kostenvoranschlag oder Gutachten

1. Kostenvoranschlag oder Gutachten

Der Kostenvoranschlag ist eine Reparaturkalkulation

Der Kostenvoranschlag ist eine Reparaturkalkulation

Kostenvoranschlag oder Gutachten ist die Frage nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Aber die Aufregung bleibt erst einmal groß.  Dies liegt nicht nur daran, dass Sie sich mit der Haftpflichtversicherung auseinander-setzten müssen, sondern auch daran, dass Sie den Schaden an Ihrem Fahrzeug beziffern müssen. Letzteres wird zwangsläufig von der Versicherung erwartet, denn als Geschädigter ist man für jede Schadenersatzposition nachweispflichtig. So auch für den Schaden an dem Fahrzeug.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, den Schaden zu beziffern. Es gibt den Kostenvoranschlag und das Sachverständigengutachten.

2. Wo ist Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Gutachten?

Gutachten bieten Vorteile

Gutachten bieten Vorteile

Ein Kostenvoranschlag ist eine kaufmännische Vorkalkulation, die mit einem rechtsverbindlichen Angebot vergleichbar ist.

Ein Kostenvoranschlag dient dem Kunden dazu, sich eine Vorstellung zu verschaffen, was ihn ein bestimmter Auftrag kosten würde. Für den Kunden sind Kostenvoranschläge unverbindlich. In der Regel werden jedoch Kosten i.H.v. bis zu 80,00 € für die Erstellung eines Kostenvoranschlages bei einem Fahrzeug in Rechnung gestellt.

Diese Kosten sind gleichfalls von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu erstzten. Der Kostenvoranschlag ist insgesamt eine kostengünstige Variante, was an sich einen Vorteil darstellt. Es gibt jedoch auch Nachteile, da z.B. eine Wertminderung nicht berechnet wird. Auch trifft der Kostenvoranschlag keine Prognose über die Dauer der mutmaßlichen Reparatur, was wiederrum für die Bezifferung des Nutzungsausfalls wichtig ist.

3. Wann benötige ich einen Kostenvoranschlag?

Bagatellschaden bei 750,00 €

Bagatellschaden bei 750,00 €

Bei kleinen und geringen Schäden bis zu 750,00 € empfiehlt sich die Einholung eines Kostenvoranschlages, denn Sachverständigenkosten werden bei Bagatellschäden unterhalb dieser Grenze nicht ersetzt.

Laienhaft könnte man sagen, dass die Einholung eines Kostenvoranschlages nur bei leichten Kratzern im Blech angezeigt ist. Die Kosten des Kostenvoranschlages werden bei der Reparatur des Fahrzeuges angerechnet und demnach auch über diesen Weg ersetzt.

4. Welche Vorteile bietet ein KFZ-Gutachten?

KFZ-Gutachten werden von der Haftpflichtversicherung bezahlt

KFZ-Gutachten werden von der Haftpflichtversicherung bezahlt

Das Sachverständigengutachten wird von einem Fachmann erstellt. Der KFZ-Sachverständige ist frei und unabhängig. Der Sachverständige erstellt ein Gutachten, dass auch für einen Laien klar und nachvollziehbar ist. Das Sachverständigengutachten hat insbesondere Beweisfunktion und enthält verschiedene Angaben.

So wird z.B. die Wertminderung beziffert. Auch enthält das Sachverständigengutachten Angaben zum Restwert und zum Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges. Auch eine Wiederbeschaffungsdauer ist in dem Gutachten angegeben. Nach der Dauer der Wiederbeschaffung richtet sich z.B. der Nutzungsausfall oder die Zeit für die mögliche Anmietung eines Mietwagens.

5. Was kostet ein Sachverständigengutachten?

Die Kosten für das Sachverständigengutachten bemessen sich nach der Schadenhöhe. D.h. je höher der eingetretene Schaden, desto höher sind die Kosten für das Sachverständigengutachten. Aber keine Angst, die Kosten für das Sachverständigengutachten sind Teil des Schadensersatzes, der durch die gegenerische Haftpflichtversicherung auszugleichen und zu regulieren ist.

 

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