Führerscheinentzug und Fahrverbot

1. Warum gibt es einen Führerscheinentzug?

Der Führerschein ist der Ausdruck der Freude am Fahren. Aber genauso schnell kann der Führerschein weg sein. Man nennt dies Führerscheinentzug. Ein paar Kilometer zu schnell gefahren, es hat geblitzt und auf einmal ist das Konto in Flensburg voll. Oder ein paar Promille zu viel im Blut können zum Führerscheinentzug führen und Sie müssen von A nach B mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen. Das Schlimmste am Führerscheinentzug ist jedoch, dass dies existenzbedrohend sein kann, wenn Sie beruflich auff den Führerschein angewiesen sind.

Insgesamt ist der Führerscheinentzug das letzte Mittel um einen Verkehrssünder wieder zu ordnungsgemäßen Verhalten im Straßenverkehr anzuhalten. Die damit einhergehende Einschränkung der Mobilität wird dabei billigend in Kauf genommen, wenn zuvor empfindliche Geldstrafen nicht ausreichend gewesen sind.

2. Was ist der Unterschied zwischen einem Fahrverbot und einem Führerscheinentzug?

Gemeinsam ist dem Führerscheinentzug und dem Fahrverbot, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis abgeben müssen und auf Ihr Auto vorerst verzichten müssen.

2.1. Das Fahrverbot

Das Fahrverbot ist jedoch zeitlich begrenzt. In der Regel dauert ein Fahrverbot 1 bis maximal 3 Monate. Sie müssen bei dem Fahrverbot Ihren Führerschein bei einer Polizeidienststelle hinterlegen. Nach Ablauf des Fahrverbotes wird Ihnen der Führerschein wieder zugesandt. Es kann jedoch auch sein, dass Sie Ihren Führerschein bei der Polizeidienststelle wieder abholen müssen.

2.2. Der Führerscheinentzug

Der Führerscheinentzug erfolgt durch richterlichen Beschluss. Damit ist Ihre Fahrerlaubnis automatisch ungültig. Sie dürfen also kein Fahrzeug mehr im Straßenverkehr führen. Ihre Papiere bekommen Sie frühestens nach einer Sperrfrist von 6 Monaten zurück und müssen zudem die Bedingungen der Behörden erfüllen. Die Behörden können anordnen, dass Sie erst eine Nachschulung besuchen oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren müssen, bevor Sie den Führerschein neu beantragen können.

3. Wann gibt es das Fahrverbot und wann den Führerscheinentzug?

Die Frage ob ein Fahrverbot oder ein Führerscheinentzug in Betracht kommt, hängt maßgeblich von dem begangenen Verkehrsdelikt ab.

3.1. Das Fahrverbot

Unter bestimmten Voraussetzungen können schwerwiegende Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung auch mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Ein Fahrverbot wird meistens noch zusätzlich verhängt oder ist die Konsequenz des Bußgeldverfahrens.

3.2. Der Führerscheinentzug

Der Führerscheinentzug droht immer dann, wenn ein Autofahrer eine Straftat im Sinne des Verkehrsrechts begeht, also zum Beispiel alkoholisiert am Steuer sitzt oder nach einem Unfall Fahrerflucht begeht. Bei Wiederholungstätern oder wenn jemand die Maximalzahl von 8 Punkten in Flensburg erreicht hat, ist auch ein Führerscheinentzug die Folge.

4. Lassen Sie sich vom Anwalt für Verkehrsrecht braten